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Auf Luthers Spuren: Rückblick auf den 117. Deutschen Wandertag

Wandertage haben in Deutschland eine sehr lange Tradition. Sie gehen zurück auf das 19. Jahrhundert, weshalb in diesem Jahr bereits der 117. Deutsche Wandertag 2017 stattfand. Veranstaltet wurde er einmal mehr vom Deutschen Wanderverband. Für sechs Tage im Juli ging es nach Eisenach in Thüringen. Passend zum aktuellen Jubiläumsjahr lautete das diesjährige Motto „Wandern auf Luthers Spuren„. Rund 300 geführte Touren wurden auf die Beine gestellt, von denen 95 einen Bezug zum Reformator Martin Luther hatten. Die Wanderregion hatte viel zu bieten. Dazu gehörten die Wartburg, der Lutherweg und der Thüringer Wald. Entsprechend waren auch wieder zahlreiche Vereine und Wanderer mit dabei, die sich diese Gelegenheiten nicht entgehen lassen wollten. Den Rückblick zum 117. Deutschen Wandertag gibt es in diesem Artikel.

Der Deutsche Wandertag 2017 in Eisenach

Nur wenige andere Veranstaltungen in Deutschland können auf eine so lange Geschichte zurückblicken. Doch die Tradition wird seit vielen Jahren mit großem Eifer fortgeführt, sodass auch in diesem Jahr wieder viele Wanderer und entsprechende Vereine zusammen gekommen sind. Vom 26. bis zum 31. Juli 2017 stand der 117. Deutsche Wandertag an, wofür es in diesem Jahr nach Thüringen ging. Als Motto hat man sich für „Wandern auf Luthers Spuren“ entschieden, was nicht nur zu Thüringen passt, sondern auch zum 500. Reformationsjubiläum. Im letzten Jahr ist man in der sächsischen Schweiz unterwegs gewesen, aber auch im Jahr 2000 hatte man bereits den Thüringer Wald für den Wandertag auserkoren.

Ausgangspunkt des Deutschen Wandertags war die Stadt Eisenach. Doch die Wanderregion wurde weit gefasst. Die rund 300 Touren führten unter anderem zur Wartburg, über den Lutherweg, auf den Rennsteig, durch den Thüringer Wald und die Welterberegion Wartburg Hainich sowie das Werratal und die Thüringische Rhön. Ausgerichtet wurde alles auch in diesem Jahr wieder vom Deutschen Wanderverband, dem 57 Wandervereine angehören. Die Geschichte der Wandertage ist eng mit dem Wanderverband verbunden. Ebenfalls mit an Bord waren der Rennsteigverein, die Stadt Eisenach und der Wartburgkreis. Zahlreiche Sponsoren wie die Sparkasse, Bosch und BMW haben die Ausrichtung möglich gemacht.

Programm zum 117. Deutschen Wandertag

Es ist schon seit Anfang der fünfziger Jahre Tradition, dass der Verbandswimpel vom Austragungsort des letzten Jahres zum neuen gebracht wird. Daher machte sich die Wimpelgruppe von der Sächsischen Schweiz auf und brachte den Wimpel nach Eisenach. Der Rennsteigverein konnte in diesem Jahr sogar 120-jähriges Bestehen feiern. Um die 300 geführten Touren wurden insgesamt angeboten und 95 davon hatten einen direkten Bezug zu Martin Luther und die Reformation, deren 500. Jubiläum in diesem Jahr stattfindet. Tausende Wanderer waren mit dabei, 270 Wanderführer sorgten dafür, dass die Touren stattfinden konnten.

Schwarzwald Wanderung

Zum Abschluss gab es eine Kundgebung im Kurpark von Bad Liebenstein. Dort wurde auch der Wanderstagwimpel an die Ausrichter des nächsten Wandertages übergeben. Im nächsten Jahr wird es nach Detmold und in den Teutoburger Wald gehen. Auf der Webseite des Wandertages gab es einen Kalender, über den man seine Touren ganz genau planen konnte. Der Andrang war groß, da Wandern in Deutschland eine beliebte Beschäftigung ist. Die gesundheitlichen Vorteile sind hinlänglich bekannt. Es ist nicht nur gut für das Herz, sondern kann auch Stress abbauen. Zudem kann Wandern auch eine sehr gesellschaftliche Tätigkeit sein.

Der deutsche Wanderverband

Mittlerweile kommt der Deutsche Wanderverband auf rund 600.000 Mitglieder, die sich auf 57 Wandervereine aufteilen. Gegründet wurde er 1883 in Fulda, womit auch die Wandertage ihren Anfang genommen haben. Über ein Jahrhundert hat man bereits zahlreiche Regionen in Deutschland in Angriff genommen. Allein in den letzten Jahren ging es ins Allgäu, Harz, Eggegebirge, die Sächsische Schweiz und den Schwarzwald. Der Verband sieht seine Aufgabe darin, das Wandern zu fördern und Fernwanderwege auch für Touristen interessant zu machen. Auch Naturschutz spielt in der Verbandsarbeit eine wichtige Rolle. Zudem setzt man sich für die Jugend ein, unter anderem durch Unterkünfte und Jugendherbergen.

Das Lutherjahr 2017

Martin Luther 500 Jahre Reformation, die natürlich in ganz großem Maße mit Martin Luther zusammenhängt. Die Reformation war ein einschneidender Vorgang, der um 1517 seinen Anfang genommen hat und zur Teilung der christlichen Kirche geführt hat. Im gesamten Jubiläumsjahr finden in ganz Deutschland Veranstaltungen statt. Neben Eisleben, Erfurt und Wittenberg gilt auch Eisenach als eine Lutherstadt, weshalb man sich in diesem Jahr für Thüringen als Region des Deutschen Wandertages entschieden hat. Die Auswirkungen der Reformation sind auch heute noch in vielerlei Hinsicht gesellschaftlich und politisch zu sehen.

Fazit zum 117. Deutschen Wandertag 2017

Fazit zu 117. Deutschen Wandertag Luther und die Reformation spielen in diesem Jahr in ganz Deutschland eine ganz große Rolle, doch vom 26. bis zum 31. Juli gab es eine ganz besondere Veranstaltung, die ebenfalls auf eine lange Tradition zurückblicken kann. Der 117. Deutsche Wandertag fand in Eisenach und der Umgebung statt. „Wandern auf Luthers Spuren“ war das diesjährige Motto, was nicht passender hätte gewählt werden können. Von den rund 300 geführten Touren waren 95 speziell auf Luther und die Reformation ausgerichtet. Die Zahl erinnert natürlich an die 95 Thesen, die Luther 1517 an die Tür der Schlosskirche Wittenberg geschlagen haben soll. Im nächsten Jahr wird es für den 118. Deutschen Wandertag nach Detmold und den Teutoburger Wald gehen.